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Schmücker, Marcus / Heubel, Fabian (Hrsg.)
Dimensionen der Selbstkultivierung
Beiträge des Forums für Asiatische Philosophie
Aufl./Jahr: 1. Aufl. 2013
472 Seiten, Kartoniert
Welten der Philosophie, Band 7
€[D] 39,-
ISBN: 978-3-495-48503-3

„Selbstkultivierung“ ist ein Grundthema der Philosophie in Indien, China und Japan. Die hier ver­sam­melten Beiträge legen dar, in welcher Weise die Gestaltung des Lebensweges in den Tra­di­tionen Süd- und Ostasiens philosophisch reflektiert worden ist. Aber nicht nur in Asien sind For­men der Selbstkultivierung von zentraler Bedeutung gewesen, sondern auch in Europa. In der Ein­lei­tung zu den Metaphysischen Anfangsgründen der Tugendlehre formulierte Immanuel Kant die prin­zipielle Pflicht des Menschen, sich selbst zu kultivieren, um dem eigenen Menschsein ge­recht wer­den zu können: „Mit dem Zwecke der Menschheit in unserer eigenen Person ist also auch der Ver­nunftwille, mithin die Pflicht verbunden, sich um die Menschheit durch Cultur überhaupt ver­dient zu machen, sich das Vermögen zu Ausführung allerlei möglichen Zwecke, so fern dieses in dem Menschen selbst anzutreffen ist, zu verschaffen oder es zu fördern, d.i. eine Pflicht zur Cultur […].“ Kants kritische Erörterungen aufnehmend, haben sich die Autoren dieses Bandes der Frage nach der „Pflicht zur Cultur“ neu gestellt und zu zeigen versucht, dass der Einbezug einer Phi­losophie asiatischer Le­bens­formen ein gegenwärtiges Philosophieren über „Selbstkultivierung“ weiter­führen und um wichtige Dimensionen bereichern kann.
Dimensionen der Selbstkultivierung
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Autoreninfo:
Marcus Schmücker, Studium der Indologie, Philosophie und Islam­wis­sen­­schaft. Promotion 1997. Seit 1996 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Kul­­­tur und Geistesgeschichte Asiens der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Veröffentlichungen u.a.: Weder als seiend noch als nichtseiend bestimmbar. Vimuk­tât­mans Lehre von der Realität der Welt (2001). Beiträge zu den Traditionen des Vedânta sowie zur Re­­­ligionshermeneutik. Zuletzt ge­meinsam mit Gerhard Oberhammer: Die Relationalität des Subjektes im Kontext der Reli­gions­hermeneutik, Wien 2011.


Fabian Heubel, Magister (1995) im Fach Sinologie an der Goethe-Universität Frankfurt/M. mit einer Arbeit zur Selbstkultivierung im frühen Konfuzianismus; Promotion (2000) im Fach Philosophie der TU Darmstadt mit einer Dissertation zum Spätwerk Michel Foucaults und die Idee einer kritischen Theorie der Selbstkultivierung (Das Dispositiv der Kreativität). Seit 2001 Forschungstätigkeit am Institute of Chinese Literature and Philosophy der Academia Sinica in Taipei, seit 2013 als Research Fellow. Arbeitsschwerpunkte sind kritische Theorie, europäische Sinologie, zeitgenössische chinesischsprachige Philosophie und Ästhetik. Publikationen in chinesischer, deutscher, englischer und französischer Sprache.