Home Einzeltitel Reihen Jahrbücher Neuerscheinungen Vorschau
Ohashi, Ryôsuke
Phänomenologie der Compassion
Pathos des Mitseins mit den Anderen
408 Seiten, Gebunden
€[D] 44,-
ISBN: 978-3-495-48947-5

Die »Compassion«, christlich verstanden das Mitleiden, aber auch die stehende Übersetzung des buddhistischen Begriffs »karuna« (»Mitleidenschaft «) und weiterhin eine Entsprechung zum islamischen Begriff »rahman rahim«, wird hier vom Rahmen der religiösen Dogmen abgelöst und als die Bezeichnung für das Grundphänomen zwischen Mensch und Mensch, Mensch und Ding, Mensch und Natur, Mensch und Staat, als »Pathos des Mitseins mit den Anderen«, phänomenologisch aufgefasst und entfaltet.
Im ersten Teil, »Grundlegung zur Phänomenologie der Compassion«, wird das Problem des/der »Anderen « im Hinblick auf die bisherigen Diskurse innerhalb der Phänomenologie, aber auch im Lichte des mahayana-buddhistischen »Herz-Sutra«, neu thematisiert, wobei unter dem/den »Anderen« nicht nur die anderen Menschen (»autrui«), sondern auch die nicht-menschlichen Anderen (»l’autre«) in den Blick kommen. Im zweiten Teil, »Entfaltung der Phänomenologie der Compassion«, wird der Begriff der Compassion auf der individuell-ästhetischen, gemeinschaftlich-gesellschaftlichen, politisch-ethischen und religionsphilosophischen Ebene im Gespräch mit der christlichen, buddhistischen, islamischen und jüdischen Religion phänomenologisch bearbeitet. Dabei werden aktuelle Themen wie Gewalt, Gerechtigkeit usw. als konkrete Ansätze aufgenommen. Das Buch bietet einen neuen, anschlussfähigen Beitrag für den interkulturellen Dialog der Menschen und Kulturen.
Phänomenologie der Compassion

zurück zur Übersicht




Autoreninfo:
Ryôsuke Ohashi, geb. 1944 in Kyoto, Japan. Studium der Philosophie an der Universität Kyoto. 1974 Promotion an der Universität München, 1983 Habilitation an der Universität Würzburg als erster Japaner. Professor an der Staatlichen Technischen Universität Kyoto, der Staatlichen Universität Osaka und der buddhistischen Ryukoku-Universität. Gastprofessuren an Universitäten und Instituten in Köln, Wien, Hannover, Hildesheim, Tübingen. Seit 2015 Direktor des Japanisch-Deutschen Kulturinstituts in Kyoto.