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Hasse, Jürgen
Fundsachen der Sinne
Eine phänomenologische Revision alltäglichen Erlebens
Aufl./Jahr: 1. Aufl. 2005
436 Seiten, Kartoniert
€[D] 49,-
ISBN: 978-3-495-48130-1

Im Zuge einer phänomenologischen Revision alltäglichen Erlebens geht der Band der Frage nach, welchen Beitrag eine erfahrungsorientierte Reflexion sinnlicher Eindrücke und emotionalen Erlebens für ein erweitertes Denken leisten könnte. Welchen Nutzen kann eine geschärfte Aufmerksamkeit für die Entfaltung eines strukturell erweiterten Denkens haben?
Der phänomenologischen Revision dienen Beispiele zur Stadtentwicklung, Raumplanung, zum schulischen ›Lernen mit allen Sinnen‹, zum Erleben von Kaufhausatmosphären wie zum Verstehen der gefühlsräumlichen Kulturlandschaft ›Friedhof‹. Die Anwendungen zeigen, daß eine »Alphabetisierung« der sinnlichen Wahrnehmung mit den Mitteln der Alltagssprache möglich ist. Die Erträge geschärfter Aufmerksamkeit verlieren sich nicht in esoterischer Beliebigkeit, sie ermöglichen vielmehr (nicht zuletzt in politischer Hinsicht bei der Lösung gesellschaftlicher Nutzungskonflikte) ein erweitertes selbst- und gegenstandsbezügliches Sprechen-Können. Nicht zuletzt deshalb ist der Band ein unmittelbarer Beitrag zu einer Pädagogik der Wahrnehmung.

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Autoreninfo:
Jürgen Hasse, geb. 1949, Dr. rer. nat. habil., war von 1993 bis 2015 Professor am Institut für Humangeographie der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main; Forschungsschwerpunkte: Räumliche Vergesellschaftung des Menschen, Raum- und Umweltwahrnehmung, phänomenologische Stadtforschung, Mensch-Natur-Verhältnisse, Ästhetik; Autor zahlreicher kulturwissenschaftlicher Bücher, zuletzt bei Alber erschienen: "Die Aura des Einfachen. Mikrologien räumlichen Erlebens, Band 1" (2017).