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Maio, Giovanni/Bozzaro, Claudia/Eichinger, Tobias (Hrsg.)
Leid und Schmerz
Konzeptionelle Annäherungen und medizinethische Implikationen
Aufl./Jahr: 1. Aufl. 2015
432 Seiten, Gebunden
€[D] 49,99
ISBN: 978-3-495-48738-9

Schmerz und Leid sind allgegenwärtige Erfahrungen. Sie zermürben das physische und psychische Wohlbefinden, stören soziale Beziehungen, gefährden die gesamte Existenz der leidenden Person. Heute werden Erwartungen der Schmerz- und Leidenslinderung vor allem an die Medizin gerichtet. Dabei wirft dieser Trend zu einer Fokussierung auf einen rein medizinisch-technischen Umgang mit Schmerz und Leiden Fragen auf: Können alle Formen von Leiderfahrung vom physischen Schmerz über psychische Traumata bis hin zu existentieller Verzweiflung angemessen mit medizinischen Mitteln behandelt werden? Wie kann im medizinischen Kontext mit der Frage nach dem Sinn von Schmerz und Leid umgegangen werden? Welche Bedeutung hat dabei der gesellschaftliche Umgang mit Schmerz und Leiden? Welche Rolle spielen diese Erfahrungen für unser Verständnis eines guten Lebens bzw. eines guten Sterbens?
Leid und Schmerz

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Autoreninfo:
Giovanni Maio, Prof. Dr., geboren 1964, Studium der Medizin und Philosophie in Freiburg, Straßburg und Hagen. Seit 2005 Professor für Bioethik, seit 2006 Direktor des Instituts für Ethik und Geschichte der Medizin, Albert Ludwigs Universität Freiburg, und Geschäftsführender Direktor des Interdisziplinären Ethik-Zentrums Freiburg.


Claudia Bozzaro, Dr. phil., studierte Philosophie, Kunstgeschichte, Theologie und Psychologie in Freiburg und Paris und promovierte mit einer Arbeit, die unter dem Titel Das Leiden an der verrinnenden Zeit. Philosophisch-ethische Überlegungen zum Zusammenhang von Altern, Leiden und Zeit am Beispiel der Anti-Aging-Medizin im Jahr 2014 erschienen ist. Von 2006 bis 2010 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin des Philosophischen Seminars in Freiburg. Seit 2010 ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Ethik und Geschichte der Medizin an der Universität Freiburg. Forschungsinteressen: Angewandte Ethik, Philosophische Anthropologie, Existenzphilosophie, Medizinethik (Altersforschung, Ethik am Lebensende, Reproduktionsmedizin, Ethikberatung).


Tobias Eichinger, Dr. phil., Studium der Philosophie und Filmwissenschaft in Erlangen und an der Freien Universität Berlin. Von 2006 bis 2015 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Ethik und Geschichte der Medizin der Universität Freiburg (D). 2010 MTZ-Förderpreis für Bioethik. 2013 Promotion zu philosophisch-ethischen Fragen der wunscherfüllenden Medizin, erschienen bei transcript unter dem Titel "Jenseits der Therapie". Seit 2014 Oberassistent am Institut für Biomedizinische Ethik und Medizingeschichte der Universität Zürich. Lehraufträge an der Universität Klagenfurt und am Ethik-Zentrum der Universität Zürich. Mitglied in der Deutschen Gesellschaft für Philosophie (DGPhil) und der Akademie für Ethik in der Medizin (AEM), dort auch in der Arbeitsgruppe "Medizinethik im Film". Forschungsinteressen: Ziele und Rolle der Medizin, Enhancement und Medikalisierung, ethische und anthropologische Fragen der modernen Medizin (Organspende, Reproduktionsmedizin, Anti-Aging etc.), Medizin und Medizinethik im Film.